Als Dankeschön erhalten die 24 Künstler/innen eine kleine Überraschung, die sich bei Rückgabe der Kunstwerke, kurz vor den Weihnachtsferien, an den Bildern befinden wird.

Des Weiteren wird pro Schule/Kita eine Extra-Überraschung verlost. Der genaue Termin hierfür wird mit der Kita und den Schulen noch abgestimmt.




Besinnlich, phantasievoll, bunt, voller Überraschungen ... Hinter den Kläppchen des Kalenders befinden sich wieder zauberhafte Bilder von großen und kleinen Künstlern. Wir haben viele tolle Kunstwerke von den Schülern und Schülerinnen der umliegenden Schulen erhalten. Alle Bilder sind einfach wunderbar und die Auswahl war wieder nicht einfach.

Wir danken allen Kindern, Jugendlichen und LehrerInnen für ihren kreativen Einsatz für den guten Zweck! In diesem Jahr wurde fleißig nach einer Geschichte aus der Feder Martin Hofmanns gemalt, getuscht oder gezeichnet.

Lesen Sie nun die Geschichte, die als Inspiration für die fantasievollen kleinen Kunstwerke, die sich hinter jedem Türchen verbergen, diente:



"Ich dachte, Sie kommen durch den Schornstein?" Vollkommen verdattert steht Julius Magenbitter vor dem roten Auto, das seit 5 Sekunden halb in seinem Geschäft parkt. Seit 35 Jahren ist er Verkäufer in der Waitzstraße. Kein sehr aufregender Beruf. Und jetzt das...

"Jemand verletzt?" fragt der dicke Mann, der sich ächzend mit verrutschter Mütze aus dem Auto zwängt.

"Die Schaufensterscheibe" antwortet Magenbitter und stößt ein kleines heiseres Lachen aus. "Träume ich?" denkt er, "oder sehe ich wirklich weiße Mäuse?" Ein ganzes Rudel kommt aus dem Mercedes und beguckt den Schaden.

"Schöne Bescherung" sagt der Mützenmann und rudert mit den Armen. "Es tut mir wirklich unendlich leid, aber ich bin gerade von Rentier auf Automatik umgestiegen und da muss ich irgendwie... ich meine... Entschuldigung, das ist mir noch nie passiert!"

"Anderen schon." erwidert Magenbitter.

"Kann ich Ihnen meine Karte dalassen? Ich meine, komme natürlich für den Schaden auf, aber ich bin heute beruflich etwas unter Druck..."

"Ja... äh,... NEIN! Sie können doch nicht am 24. Dezember einfach in meinen Laden fahren und sich dann davon machen!" Eine gewisse Röte steigt in Magenbitters Wangen. Langsam gewinnt er die Fassung zurück. "Ich rufe jetzt die Polizei!"

"Sie haben Recht," sagt der Mützenmann geknickt. "Nochmals: Es tut mir leid."

Magenbitter ist schon am Handy: "Ist da die Polizei? Ich möchte eine Anzeige erstatten..."

Der Mützenmann seufzt tief: "Dann fällt Weihnachten eben aus."

"..äh, wie bitte? Nein nicht Sie, Herr Oberwacht...dings", stottert Magenbitter. "Ich meine den Herrn hier in meinem Laden... Bitte, bleiben Sie dran, Herr ... Ober...meister.."

Währenddessen haben die Mäuse Seile aus dem Kofferraum geholt und beginnen, den zerbeulten Wagen wieder auf die Waitzstraße zu ziehen.

Da bricht es aus dem Mützenmann heraus. "Ich hätte es wissen müssen!" schluchzt er. "Seit fast 2000 Jahren fahre ich Schlitten. Aber die Rentierführer haben letztens gestreikt und da dachte ich, mit so einem Auto bin ich auf der sicheren Seite."

"Da haben Sie sich wohl geirrt" antwortet Magenbitter trocken. Und plötzlich hat er einen bitterlich weinenden Weihnachtsmann im Arm. "Huhuhuuu.." heult er. "Ich mein: ;Hohohooo‘... All die Kinder auf der ganzen Welt... Keines kriegt heute auch nur ein Geschenk, Huhohuuuu.

"Nun beruhigen Sie sich doch um Himmels Willen." Magenbitter klopft dem jammernden Weihnachtsmann etwas ungelenk auf die Schulter. "Davon geht doch die Welt nicht unter. Zu Weihnachten geht’s doch nicht nur um Geschenke. Und offen gesagt, glaube ich gar nicht an den Weih.." Er beißt sich auf die Zunge. ("Ich Depp!" denkt er.)

"Hohohuuuuu..." bebt es in seinen Armen.

Magenbitter merkt, dass er immer noch sein Handy in der Hand hält. "Herr, äh, Meister..ober... die Sache hat sich erledigt."

Mit Mühe löst er sich aus der Umarmung. "Nun setzen Sie sich doch erstmal hin." Mit weichen Knien lässt sich der Weihnachtsmann auf einen Hocker plumpsen und wischt sich die Tränen aus dem Bart.

"Haben Sie in Ihrem Alter schon einmal daran gedacht, Ihren Führerschein abzugeben, ich meine zumindest den fürs Auto?"

Tränenverschleiert guckt ihn der Weihnachtmann von unten an und schnieft. "Welchen Führerschein?"

"So geht das nicht weiter, Herr Weihnachts... äh. Ich meine, wenn ich das richtig verstanden habe, dann feiern wir heute doch, dass die Liebe Gottes zur Welt kommt."

Wieder bekommt der Weihnachtsmann einen Weinkrampf. "Keiner hat mich liiehiiehiieb! Alle wollen und fordern immer was von mir. Wenn ich nicht immer mit Geschenken käme, dann würde keiner... und das seit 2000 Jahren.... Huhohuuuuu!"

"Aber nicht doch Herr, äh, ...mann. Da gibt es doch ganz sicher jemanden..."

Der Weihnachtsmann schüttelt den Kopf. "Das sagen Sie doch nur so. Sie wollen doch nur nett sein. Und Sie glauben ja nicht einmal an mich! Hohohuuu! "

Da fasst Julius Magenbitter einen Entschluss. Einen sehr weihnachtlichen Entschluss, der dem Jesuskind sicher gefallen hätte.

"Geben Sie mir Ihre Mütze!" sagt er. "Sie sind ja nicht mehr Sie selbst! Und darum bin ich ...äh, dieses Jahr Sie, wenn Sie verstehen, was ich meine..."

Der Weihnachtsmann schaut ihn verheult und fragend an. Er gibt ihm die Mütze. Magenbitter beugt sich zu ihm nach unten: "Einer trage des Anderen Last. So schwer kann Weihnachtsmann ja nun auch wieder nicht sein. ;Hohoho!‘ richtig?"

Der Weihnachtsmann nickt: "Den Rest machen die Weihnachtsmäuse."

"Na dann", grinst Julius Magenbitter und setzt sich die Mütze auf. "Hohoho!" Steigt in den Wagen und fährt mit vor Vergnügen quietschenden Mäusen und Reifen los...

veranstaltet von der Ev.-Luth- Christusgemeinde Othmarschen