Als Dankeschön erhalten die 24 Künstler/innen eine kleine Überraschung, die sich bei Rückgabe der Kunstwerke, kurz vor den Weihnachtsferien, an den Bildern befinden wird.

Des Weiteren wird pro Schule/Kita eine Extra-Überraschung verlost. Der genaue Termin hierfür wird mit der Kita und den Schulen noch abgestimmt.




In diesem Jahr wurde fleißig nach einer Geschichte aus der Feder Martin Hofmanns gemalt, getuscht oder gezeichnet. Wir danken den Kindern der Kita Christuskirche, der Grundschule Klein Flottbeker Weg, des Gymnasium Hochrad, des Christianeums und der Schule Hirtenweg für die bezaubernden Bilder.
Lesen Sie nun die Geschichte, die als Inspiration für die fantasievollen kleinen Kunstwerke, die sich hinter jedem Türchen verbergen, diente:


Vom Knuspern und Hoffen

Als im Advent das Knusperhäuschen auf der Waitzstraße eröffnete, wunderte sich das Volk gar sehr.

Hans und Grete waren die ersten, die es sahen. Und als Hans etwas unbeherrscht in einen der verlockenden Zuckerstangenzaunpfosten biss, tönte es von drinnen: „Knusper, knusper Knäuschen, wer knabbert an meinem Häuschen?“

„Hans!“ schrie Grete und Hans lief rot an.

„Ist ja auch egal“, tönte es aus dem Häuschen. „Kommt einfach rein. Die Tür ist offen“

Und als Hans und Grete durch die Tür gingen, staunten sie nicht schlecht. An einem großen Tisch saßen eine alte Hexe und sieben Zwerge. Ein großer, lieber Wolf brachte aus der Küche Wein und Kuchen und servierte der Großmutter, die sich gerade ausgezeichnet mit einem Spiegel unterhielt. Die Hexe schnitt Äpfel entzwei: „Hier, nehmt, ist doch mal was anderes als der ganze Süßkram! Dornröschen kommt auch noch, wenn sie ausgeschlafen hat.“ „Wollt ihr von meinem Tellerchen essen?“ fragte ein höflicher Zwerg. „Ja, gern, wir haben noch nicht gefrühstückt!“ sagte Grete und schob sich ein riesiges Stück Apfel in den Mund. „Wie? Nicht gefrühstückt?! Was sagen denn eure Eltern dazu?“ knurrt der große, liebe Wolf. „Denen ist das egal...“ sagt Hans niedergeschlagen. „Solche Leute müsste man in den Ofen schubsen!“ krächzt die Hexe empört. „Nur Spaß“, fügt sie zahnlos grinsend hinzu, als sie in die entsetzten Gesichter der beiden sieht.

„Was macht eigentlich Rumpelstilzchen?“ fragt der Spiegel etwas vorlaut dazwischen. „Der spinnt“, antwortet die Hexe. „Kommt gegen sieben mit Rapunzel.“

Hans stellt sich unauffällig neben die Großmutter. „Hast du keine Angst?“ flüstert er leise in ihr Ohr. „Was?!“ fragt die Alte, den Mund voller Kuchen, „Angst? Wieso? Wir haben doch jetzt Hoffnungswochen.“

„Hoffnungswochen?“ „Hoffnungswochen.“ nickt die Großmutter, „also die Zeit, in der wir feiern, dass die Welt neu werden kann, dass das Böse nicht böse bleibt und es ein gutes Ende mit uns nimmt.“ „Weiß das auch der Wolf?“ „Klar! Habt keine Angst. Es kommt die Zeit, in der der Wolf beim Lamm zu Gast ist, der Panther neben dem Ziegenböckchen liegt; gemeinsam wachsen Kalb und Löwenjunges auf, ein kleiner Junge kann sie hüten.“ „Das glaubst du?“ „Ohne diesen Glauben wäre ich schon längst tot“ lacht die Großmutter und prostet dem Wolf zu. „Und jetzt esst und trinkt, lacht und hofft. Teilt die Welt mit denen, die gut sind, und mit denen, die noch gut werden!“

Und siehe, es wurde ein wunderbarer Tag in der Waitzstraße. Dornröschen und Rumpelstielzchen kamen erzählten von vielen Spinnereien. Der Wolf holte seine Mundharmonika raus. Und die Zwerge sangen von damals im Auenland.

Als es dunkel wurde brachte die alte Hexe Hans und Grete nach Hause, wo die Eltern sie noch nicht einmal vermisst hatten. „Das nächste Mal nehmen wir die beiden mit in Knusperhaus.“ versprach die Hexe, küsste Hans und Grete auf beide Backen und verschwand mir ihrer Kürbiskutsche in der Dunkelheit.

veranstaltet von der Ev.-Luth- Christusgemeinde Othmarschen